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Die Dolmen am Pointe du Souc’h
Jungsteinzeit – etwa 5 000 bis 4 500 vor unserer Zeitrechnung

Etwa hundert Meter oberhalb der Grotte von Ménez Drégan , etwa 300 000 Jahre nach deren Benutzer, haben die ersten Bauern und Viehzüchter des Cap Sizun auf dem Pointe du Souc’h Monumente errichtet, um ihren Anführern Ehre zu erweisen und ihre Anwesenheit zu markieren an dieser Stelle, von wo der Blick vom Pointe de Penmarc’h bis zur Ile de Sein reicht.
Die ersten Ausgrabungen an dieser Stelle wurden zwischen 1870 und 1871 von Grenot unter-nommen, einem Lehrer aus Quimper. Die dabei gefundenen Grabbeigaben wurden an Paul du Châtellier übergeben, einen der großen Begründer der französischen Archäologie und befinden sich heute im Nationalmuseum für Altertum in Saint-Germain-en-Laye. Unter den Grabbeigaben wurde zum erstenmal ein mit Kugelformen verzierter Gefäßtyp gefunden, der als „vase du Souc’h“ bezeichnet wird. Aber es wurde auch eine Töpferware aus dem Mittelalter gefunden, hergestellt in Plonéour-Lanvern (Finistère), die sich fettig anfühlt und „poterie  onctueuse“ genannt wird.

1979 unter Denkmalschutz (monument historique) gestellt, besteht diese jungsteinzeitliche Begräbnisstätte (nécropole néolithique) aus mindestens sieben Hünengräbern, von denen erst zwei von 2000 bis 2003 vom Départementsamt für Archäologie ausgegraben wurden.
Diese Ausgrabungen erlaubten es, den Grundriss des ersten Cairn mit einer fast quadratischen Kammer (3,80m x 3,60m) und einem Zugangsgraben wiederherzustellen. Man spricht in diesem Fall von einem „Ganggrab“ (dolmen à couloir) in Form eines „P“, der auf  noch weitere Hünengräber hinweist. Das zweite Hünengrab ist vom gleichen Typ, aber größeren Ausmaßen (6,20m x 4,80m) mit einem Graben von 3,75m. Die Grabungen haben einige Funde zu Tage gebracht und eine Grabstätte, die bei den Grabungen im 19.Jh. nicht entdeckt wurden. Weitere Ausgrabungen sind geplant, um das Geheimnis der anderen Dolmen dieser Begräbnisstätte zu lüften.

Diese archäologischen Fundstätten sind unser gemeinsames Erbe. Ein Programm zur Erschließung für die Öffentlichkeit ist in Arbeit.
Wir bitten, die umgebende Natur und die empfindlichen Überreste dieser archäologischen Stätte sowie die Arbeit der Forscher und der freiwilligen Grabungshelfer zu respektieren.